§ 15 WpHG – Produktintervention
(1) Der Bundesanstalt stehen die Befugnisse nach Artikel 42 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 unter den dort genannten Voraussetzungen, mit Ausnahme der Voraussetzungen nach Artikel 42 Absatz 3 und 4 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014, entsprechend für Vermögensanlagen im Sinne des § 1 Absatz 2 des Vermögensanlagengesetzes zu. Die Bundesanstalt kann Maßnahmen nach Satz 1 und Artikel 42 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 gegenüber jedermann treffen, soweit die Verordnung nicht unmittelbar anwendbar ist.
(2) Widerspruch und Anfechtungsklage gegen Maßnahmen nach Absatz 1 und Artikel 42 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 haben keine aufschiebende Wirkung.
(3) Bei der Durchführung von Prüfungen nach Artikel 42 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 und nach Absatz 1 hinsichtlich des Vorliegens der Voraussetzungen für eine Produktinterventionsmaßnahme, kann sich die Bundesanstalt externer Wirtschaftsprüfer und anderer sachverständiger Personen und Einrichtungen bedienen.
6
Auf diese Vorschrift verweisen:
-
WpHGWertpapierhandelsgesetz
-
Abschnitt 2 – Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
- § 6 – Aufgaben und allgemeine Befugnisse der Bundesanstalt
-
Abschnitt 11 – Verhaltenspflichten, Organisationspflichten, Transparenzpflichten
- § 91 – Unternehmen mit Sitz in einem Drittstaat
-
Abschnitt 13 – Finanztermingeschäfte
- § 100 – Verbotene Finanztermingeschäfte
-
Abschnitt 17 – Straf- und Bußgeldvorschriften
- § 120 – Bußgeldvorschriften; Verordnungsermächtigung
-
-
VermAnlGVermögensanlagengesetz
Stand des Gesetzes (gilt für das gesamte WpHG, nicht nur diese Vorschrift):
Neugefasst durch Bek. v. 9.9.1998 I 2708;
zuletzt geändert durch Art. 11 G v. 26.5.2026 I Nr. 156
Datenstand (gesetze-im-internet.de): 9. Juli 2026