§ 39 InsO – Nachrangige Insolvenzgläubiger
- 1.
- die seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens laufenden Zinsen und Säumniszuschläge auf Forderungen der Insolvenzgläubiger;
- 2.
- die Kosten, die den einzelnen Insolvenzgläubigern durch ihre Teilnahme am Verfahren erwachsen;
- 3.
- Geldstrafen, Geldbußen, Ordnungsgelder und Zwangsgelder sowie solche Nebenfolgen einer Straftat oder Ordnungswidrigkeit, die zu einer Geldzahlung verpflichten;
- 4.
- Forderungen auf eine unentgeltliche Leistung des Schuldners;
- 5.
- nach Maßgabe der Absätze 4 und 5 Forderungen auf Rückgewähr eines Gesellschafterdarlehens oder Forderungen aus Rechtshandlungen, die einem solchen Darlehen wirtschaftlich entsprechen.
(2) Forderungen, für die zwischen Gläubiger und Schuldner der Nachrang im Insolvenzverfahren vereinbart worden ist, werden im Zweifel nach den in Absatz 1 bezeichneten Forderungen berichtigt.
(3) Die Zinsen der Forderungen nachrangiger Insolvenzgläubiger und die Kosten, die diesen Gläubigern durch ihre Teilnahme am Verfahren entstehen, haben den gleichen Rang wie die Forderungen dieser Gläubiger.
(4) Absatz 1 Nr. 5 gilt für Gesellschaften, die weder eine natürliche Person noch eine Gesellschaft als persönlich haftenden Gesellschafter haben, bei der ein persönlich haftender Gesellschafter eine natürliche Person ist. Erwirbt ein Gläubiger bei drohender oder eingetretener Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft oder bei Überschuldung Anteile zum Zweck ihrer Sanierung, führt dies bis zur nachhaltigen Sanierung nicht zur Anwendung von Absatz 1 Nr. 5 auf seine Forderungen aus bestehenden oder neu gewährten Darlehen oder auf Forderungen aus Rechtshandlungen, die einem solchen Darlehen wirtschaftlich entsprechen.
(5) Absatz 1 Nr. 5 gilt nicht für den nicht geschäftsführenden Gesellschafter einer Gesellschaft im Sinne des Absatzes 4 Satz 1, der mit 10 Prozent oder weniger am Haftkapital beteiligt ist.
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Auf diese Vorschrift verweisen:
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InsOInsolvenzordnung
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Zweiter Teil – Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Erfaßtes Vermögen und Verfahrensbeteiligte · Erster Abschnitt – Eröffnungsvoraussetzungen und Eröffnungsverfahren
- § 19 – Überschuldung
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… Zweiter Abschnitt – Insolvenzmasse. Einteilung der Gläubiger
- § 44a – Gesicherte Darlehen
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Dritter Teil – Wirkungen der Eröffnung des Insolvenzverfahrens · Dritter Abschnitt – Insolvenzanfechtung
- § 135 – Gesellschafterdarlehen
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Sechster Teil – Insolvenzplan · Erster Abschnitt – Aufstellung des Plans
- § 225 – Rechte der nachrangigen Insolvenzgläubiger
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… Zweiter Abschnitt – Annahme und Bestätigung des Plans
- § 246 – Zustimmung nachrangiger Insolvenzgläubiger
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… Dritter Abschnitt – Wirkungen des bestätigten Plans. Überwachung der Planerfüllung
- § 264 – Kreditrahmen
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Neunter Teil – Restschuldbefreiung
- § 302 – Ausgenommene Forderungen
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Elfter Teil – Besondere Arten des Insolvenzverfahrens · Erster Abschnitt – Nachlaßinsolvenzverfahren
- § 327 – Nachrangige Verbindlichkeiten
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AnfGAnfechtungsgesetz
Stand des Gesetzes (gilt für das gesamte InsO, nicht nur diese Vorschrift):
Zuletzt geändert durch Art. 6 G v. 15.7.2024 I Nr. 236
Mittelbare Änderung durch Art. 33 G v. 8.12.2025 I Nr. 319 ist berücksichtigt
Datenstand (gesetze-im-internet.de): 6. Mai 2026